Behördenhelfer

Flüchtlinge benötigen dringend Unterstützung im deutschen Behördendschungel. Fast täglich erhalten sie Post von Ämtern, Behörden, Krankenkasse und Schulen, die für geflüchtete Menschen mit oft sehr geringen deutschen Sprachkenntnissen kaum zu verstehen ist. Erste Unterstützung erfahren sie vom Sozialteam vor Ort, aber für das Ausfüllen und nochmalige Erklären der Formulare bleibt oft zu wenig Zeit. Seit Juli 2016 gehen wir an zwei Tagen der Woche in die Folgeunterkunft „Am Aschenland“ und helfen beim Ausfüllen von Formularen und dem Verstehen von Behördenpost. Das Angebot steht für alle Bewohner der Folgeunterkünfte in Neugraben-Fischbek offen und wird inzwischen auch von Geflüchteten genutzt, die in eine eigene Wohnung ziehen konnten. Viele Bewohner kennen wir schon recht lange, sodass unsere Sprechzeiten auch für persönliche Gespräche genutzt werden.

Bei Sprachschwierigkeiten stehen uns ehrenamtliche Dolmetscher für Arabisch, Farsi und Tigrinya zur Verfügung, die als Geflüchtete die Situationen gut kennen und schon sehr gut deutsch sprechen.

Welche Fähigkeiten braucht man als Behördenhelfer? Ein freundliches und offenes Wesen sowie Geduld und ein Verständnis für Behördenbürokratie. Wir pflegen einen regen Wissensaustausch unter uns Ehrenamtlichen. Unsere Gruppe gibt keine Rechtsauskünfte; Grundkenntnisse der Asyl- und Flüchtlingssituation wären vorteilhaft, aber keine Voraussetzung für die Mitarbeit in unserer Gruppe.

Sprechzeiten in der Folgeunterkunft „Am Aschenland“ Am Aschenland 13 A, 21147 Hamburg: Dienstag von 09:30 – 11.30 Uhr und Donnerstag von 16:30 – 18:30 Uhr.

Bei Fragen zu unserer Gruppe, kann sich bei Bettina Domzalski unter behoerdenhelfer@insuederelbe.de melden.