Garten AG „VerWurzeln“

Was machen wir, was bieten wir an?

Gemeinsames gärtnerisches Gestalten der Wohnumgebung bei der Erstaufnahme und den Folgeunterkünften, sowie Gemüseanbau auf einer Feldparzelle in Neugraben – für alteingesessene und neue Nachbarinnen.

Wer und wie viele sind wir?

Unsere Gruppe ist im Aufbau. Derzeit sind wir 15 Neugrabener und Fischbeker NachbarInnen, die Freude an Pflanzen und am Gärtnern haben und der Ansicht sind, dass es der Seele gut tut, gemeinsam zu sähen, zu pflanzen und zu ernten. Und wir sind überzeugt, dass Pflanzen ein friedliches Miteinander fördern.

Was sind die konkreten Angebote für die Flüchtlinge?

Sichtbar wird unser Wirken in der Zentralen Erstaufnahme, im Moment durch regelmäßige, wöchentliche Blumenspenden im Cateringbereich und im Security-Standort am Eingang zur Unterkunft. In den bisher bezogenen Folgeunterkünften organisierten wir für die dort einziehenden Menschen einen kleinen blühenden Willkommensgruß am Tag des Einzugs.

Wer kann mitmachen und wie?

Jede und jeder, die Zeit und Lust am grünen Gestalten zusammen mit den neuen NachbarInnen hat.

Und wir brauchen auch Organisationstalente, die mit viel Gestaltungsspielraum unterschiedliche Projekte aus der Taufe heben möchten. Eventuell können wir hierfür auch die Teilnahme an einer Fortbildungsreihe zum Gardeniser (Gartenorganisator/in für Gemeinschaftsgärten) anbieten.

Welche Unterstützung wünschen wir uns?

Wir wünschen uns Menschen mit ganz unterschiedliche Leidenschaften und Stärken!

Im Moment:

  • beginnen wir in den Unterkünften „Am Aschenland I“ Bereiche für Beetflächen vor den Häusern gemeinsam mit den Bewohner_innen zu verschönern und zu pflegen, dazu sind 1-2 Stunden in der Woche ausreichend
  • sind daher besonders Menschen willkommen, die reglemäßig oder projektbezogene Zeit für gemeinsame Gartenaktivitäten mit den geflüchteten Menschen, wie z.B. säen, pflanzen, gestalten, pflegen, ernten, gerne auch für wenige Stunden im Monat, haben
  • können wir auch helfende Hände an einem Wochenendtag gebrauchen, die ab und zu Blumenspenden auf dem Neugrabener Wochenmarkt abholen und sie mit den BewohnerInnen im alten OBI arrangieren. Besonders die Kinder der Einrichtung freuen sich immer darauf
  • suchen wir Menschen, die sich auch gruppendynamisch einbringen möchten und ein Händchen dafür haben, andere Menschen zu motivieren und anzuleiten
  • benötigen wir sprachliche Unterstützung in englischer oder arabischer Sprache, auch Farsi wäre für uns sehr hilfreich.

In Kürze auch:

  • Spenden von Pflanzen, Saat Kompost, Pflanzgefäße, Werkzeug etc.

Mittelfristig:

  • Menschen, die Montags- oder Dienstagsnachmittags 1-2 Stunden Zeit aufbringen können, um Willkommensblumengrüße in die Zimmer der neuen Folgeunterkunft „Am Aschenland II“ zu stellen, wenn die neuen Bewohner dort einziehen
  • Menschen mit etwas Know-How im Gärtnern und im Bauen von Hochbeeten
  • Vernetzung mit anderen hilfreichen Initiativen und Gruppen zum Wissensaustausch

Was planen wir für die Zukunft?

  • Das Projekt Feldparzelle „Gärtnern macht glücklich, interkulturelles Gartenprojekt mit geflüchteten Frauen in Süderelbe“ könnte in der Saison 2017 weiter betrieben oder ausgebaut werden.
  • Das beginnende Projekt „Beete Am Aschenland I“ könnte auf die noch in Bau befindliche Folgeunterkunft „Am Aschenland II“ ausgedehnt werden.
  • Für die Zeit ab 2016/2017 stehen wir mit dem Bezirksamt im Kontakt, ein Feld möglichst direkt neben den Unterkünften z.B. für das gemeinsame Gärtnern zu realisieren.

Kurze Erfahrungsberichte über die ersten Aktivitäten:

tulpeKlein aber oho!

Seit Beginn der Zentralen Erstaufnahme im OBI Markt füllen wir wöchentlich Blumenvasen im Cateringbereich und am Haupteingang der ZEA. Immer wieder helfen dabei Kinder, die zufällig gerade in der Nähe sind. Sie tragen die Blumen, holen Wasser, richten und sortieren die verwelkten Blumen mit aus und bereiten die neuen Blumensträuße vor. Auch alle MitarbeiterInnen der Cateringfirma reagieren sehr positiv auf die kleine Aktion und unterstützen uns nach Kräften dabei. Das Projekt ist so beliebt, dass wir seit einigen Wochen auf Anregung der Security Firma auch am Checkin zum Camp Blumen aufstellen. So setzen wir ein kleines aber deutliches Zeichen von andauernder Wertschätzung und Frieden. Mitarbeitende beider Firmen und BewohnerInnen berichten, dass sie sich freuen, wenn sie in der Essenschlange an den frischen Sträßen vorbeigehen, oder sie bei der Arbeit oder dem Zugang zur Unterkunft diese wahrnehmen.

 

Echte Wurzeln und erst eigene Ernte

Unsere emsige Feldparzellen Gruppe hat schon das gute Gefühl von erfolgreichem VerWurzeln in der neuen Heimat erfahren können. Die Gruppe vereint Mädchen und Frauen aus unterschiedlichen Ländern und verschiedenen Alters. Die ersten Ernsten wurden bereits „eingefahren“ und aufgeteilt. Erfolg, den man sehen und im doppelten Sinne geniessen kann.

 

Alles andere als „aller Anfang ist schwer“

Die Crew von Fördern & Wohnen, die Träger der Folgeunterkunft neben der ZEA ist, unterstützt unsere Aktion „Willkommensblumengruß“ für die einziehenden Menschen sehr freundlich. Ein wunderbarer Start für spätere gemeinsame gärtnerische Vorhaben ist damit schon gemacht.

 

Wie und wann kann man uns erreichen?