Weihnachtsfeier in der Erstaufnahme

Gestern konnten wir den Menschen in der Zentralen Erstaufnahme eine große Freude machen: Gemeinsam mit dem DRK und den ehrenamtlichen Helfern unserer Initiative fand eine Weihnachtsfeier in der Einrichtung statt.  Ein großer Tannenbaum, adventliches Gebäck und zwei Bläsergruppen sorgten für weihnachtliche Atmosphäre in der Unterkunft.

Einige Jugendliche unserer Youth for Refugees hatten an der Waldorf Schule Harburg zu einer Spendenaktion aufgerufen und auch die Elternschule Neuwiedenthal hatte fleißig Pakete gesammelt. So konnte jedes Kind mit strahlenden Augen sein Geschenk entgegen nehmen. Die Begeisterung war auch bei allen Müttern und Vätern groß: Sind doch ihre Möglichkeiten ihren Kindern in dieser nicht einfachen Zeit, eine Freude zu machen, sehr begrenzt.

Doch auch die Großen wurden überrascht. Dank Ihrer zahlreichen Geldspenden und der Unterstützung von Budnikowski konnten wir allen Erwachsenen einen Gutschein, begleitet von einem Weihnachtsbrief, der in vier Sprachen verfasst war, überreichen.

Um ihre Freude zum Ausdruck zu bringen, planen die BewohnerInnen der Einrichtung nun einen Dankesbrief an die Menschen in Süderelbe, die ihnen dieses Erlebnis ermöglicht haben.

In den Tagen zwischen den Jahren werden nun auch die ersten Bewohner_innen in die gerade fertig gestellten Holzhäuser der Folgeunterkunft Am Aschenland einziehen, und Ehrenamtliche unserer Initiative stehen auch in diesen Tagen bereit, um sie auf den dann notwendigen Wegen zu den Behörden in Harburg zu begleiten und zu unterstützen.

Seit einem viertel Jahr ist diese große und noch größere werdende Aufgabe für unsere Stadtteile in Süderelbe das beherrschende Gesprächsthema. Und manchmal scheinen dabei die Sorgen und Befürchtungen überhand zu nehmen. Aber Süderelbe ist ein starker Stadtteil mit unglaublich vielen Menschen, die das Herz am richtigen Fleck tragen. Sie organisieren Sport- und Freizeitaktivitäten, erteilen ehrenamtlich in vielen Unterrichtsgruppen Deutschunterricht, sie begleiten Einzelpersonen auf noch unbekannten Wegen in einer fremden Umgebung, sie arbeiten Hand in Hand mit dem DRK bei der Versorgung mit Bekleidung und spielen mit den Kindern, sie sind persönliche Ansprechpartner für minderjährige Flüchtlinge, die sich ohne den Beistand und Rat ihrer Eltern hier einleben wollen, sie schmücken die kargen Unterkünfte regelmäßig mit frischen Blumen, sie spenden großzügig, sobald man um finanzielle Unterstützung bittet, sie machen das neue Café Welcome zu einem großen Erfolg und einer einfachen Möglichkeit, dass sich Flüchtlinge und andere Nachbarn begegnen …

Nein, ich habe keine Sorgen um Süderelbe!

Im Namen so vieler danke ich Euch allen für Eure Zuversicht. Sie vermittelt den Flüchtlingen neuen Lebensmut und strahlt darüber hinaus aus in alle unsere Nachbarschaften in Süderelbe und weit darüber hinaus.

Ich wünsche Euch und allen, die zu Euch gehören,
ein glückliches und gesegnetes Weihnachtsfest
Gerhard Janke

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